Durch die Nacht, zu den Sternen

Intime Serenade der Nacht.

Die Nacht als Ruhepol der Seele, Sehnsuchtshort für Verliebte, Hüterin des Geheimnisses von Dunkelheit und Licht, Sinnbild für Verlassenheit, Verzweiflung und Tod ebenso wie für Geborgenheit und Nähe, inspirierte viele Komponisten der Renaissance- und Barockzeit zu beeindruckenden Werken. „The dark is my delight. My music's in the night.“, so reimte einst John Marston. An ihrem dämmerigen Saum beginnen wir unsere Reise durch die Nacht, lauschen dem Gesang der Nachtigall, träumen uns ins Paradies, verzweifeln am harten Herzen der Angebeteten und nehmen trauernd Abschied von der Welt. Doch auf wundersame Weise werden wir von Engeln getröstet und beschwören den neuen Morgen. Am Ende erkennen wir: „Author of light, sun and moon, stars and underlights I see, but all their glorious beams are mists and darkness, beeing compared to thee.“

Die Madrigale, Motetten, Songs und Liedvariationen dieser Aufnahme verbindet die bewundernswerte Schlichtheit ihres akkordisch-homophonen Satzes, nur an besonderen Stellen durchwirkt mit kontrapunktischen Einwürfen. Hackbrett, Cembalo und Orgel gesellen sich unauffällig zu den Stimmen, unterstützen und umspielen die feingliedrigen Melodien. Eine intime Serenade wie vor 400 Jahren.
 
teatro del mondo | kammermusik

1600 - Die Geburt der Oper

Die Geburt der Oper

Das Jahr 1600 markiert einen der revolutionärsten, spannendsten und nachhaltigsten Übergänge in der Musikgeschichte: Von der Renaissancezeit in das Zeitalter des Barock. An die Seite der mehrstimmigen Vokalpolyphonie der Renaissance tritt der instrumental begleitete Sologesang der Arien und Canzonen. Vorbereitet durch die Expressivität der Madrigale, unterstützt durch die  Experimentierfreude der Instrumentalmusik, auf der Suche nach dem unmittelbaren Ausdruck der antiken Tragödie, betritt um die Jahrhundertwende die Oper die musikalische Weltbühne.

„ Io“/ „Ich“, so ergreift die Musik in Monteverdis Orfeo, diesem ersten Meilenstein der neuen Gattung, das Wort. Der Mensch, mit all seinen Sehnsüchten, Leidenschaften, Ängsten und Begierden steht im Mittelpunkt des Geschehens, vom ersten Augenblick an.

Teatro del mondo bringt in seinem Programm ebenso Auszüge aus den ersten Opern, wie auch selten zu hörende Madrigale und Tänze zu Gehör. Die fünf Sänger, begleitet von Cembalo und Laute, begeben sich in den faszinierenden Schmelztiegel aus verschiedenen Stilen des Jahres 1600 und laden das Publikum ein, sich mit ihnen von den Arien, Madrigalen und  Sonaten von Monteverdi, Peri, Caccini, da Gagliano und Gesualdo begeistern zu lassen.

 

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Luther

Für Martin Luther kam die Musik direkt nach der Theologie. Er begründete nicht nur eine neue Konfession, sondern gab auch der Kirchenmusik entscheidende Impulse. Viele bedeutende Komponisten der Barockzeit vertonten Luthers geistliche Dichtungen zu ebenbürtigen Choralbearbeitungen. 

Heinrich Schütz, keine 40 Jahre nach Luther Tod geboren, gab der protestantischen Kirchenmusik musikalische Größe. Michael Praetorius, Resinarius, Gumpelzhaimer und Homilius übertrugen die innigen Texte Luthers in ergreifende Musik. Und auch Johann Sebastian Bach schöpfte aus dem tiefen Brunnen der lutherschen Glaubenskraft.

Teatro del mondo stellt in seinem Programm Auszüge aus den der Geistlichen Chormusik von Schütz, Choralaussetzungen von Praetorius, Resinarius, Gumpelzhaimer und Homilius, sowie geistliche Gesänge Bachs vor. Dazwischen erklingen Gambensonaten von Bach, Telemann, Höffler und Kühnel.

 

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Cielo e terra

Himmel und Erde – Vom Paradies zu irdischen Freuden.

Die international renommierten Sänger und Musiker machen sich auf die Reise, von der Erde zu den Sternen, vom Paradies zu irdischen Freuden. Man träumt sich mit Severin Cornets „Parmi di star“ in den Himmel, beweint mit Orlando Gibbons in „Drop,drop, slow tears“ die eigene Begrenztheit; ermutigt durch Adriano Banchieris „Confitemini deo“ freut man sich mit Johann Steuerleins „Mit Lieb bin ich umfangen“ des Lebens, bewundert in Giovanni Maria Naninos „ Artifex mirus“ die Schönheit der Natur, ehe man dann doch wie John Dowland in seinem „Now, o now I needs must part“ Abschied nehmen muss. Die Grenzen zwischen weltlich und geistlich, zwischen ernsten und heiteren Inhalten verschwimmen. Heraus kommt ein beseeltes, erfüllendes Musizieren und die Chance, zwischen Himmel und Erde das Glück zu finden.

 

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Modern Times

Concerti und Sinfonien.

 

Das Orchester Teatro del mondo bringt in diesem Programm Werke zu Gehör, die in ihrer Zeit modern, ja geradezu revolutionär waren, und es zum Teil heute immer noch sind. Beginnend mit der atemberaubenden Battalia von H. I. F von Biber und dem visionären Curtain tune von M. Locke, spannt das großbesetzte Intrumentalensemble einen Bogen über die berühmten Concerti  A. Corellis bis zu den experimentellen Sinfonien der Bach- Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann. Ein spannendes Ansatz. Historisch und doch hochaktuell.

 

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Es war einmal…

Teatro del Mondo und die ersten Märchen

 

Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts erscheinen die ersten Märchensammlungen. 1550-1553 „ Die ergötzlichen Nächte“ von Giovanni Straperola, 1634-1636 „Pentameron“ von Giambattista Basile, sowie 1691-1697 die Märchensammlung von Charles Perrault. Der bekannte emeritierte Frankfurter Regieprofessor und Regisseur Jürgen Tamchina hat einzelne Erzählungen daraus zu einem zauberhaften Theaterstück für Groß und Klein verarbeitet. Böse Hexen, bucklige Zwerge und liebreizende Prinzessinnen geben sich ein Stelldichein.

 

Dazu singen die Madrigalisten von Teatro del Mondo Vokalkompositionen des 16. Und 17. Jahrhunderts aus Italien, England, Deutschland und Frankreich. Liebeslieder, Stücke über Vögel und traurige Schafe, Kinderverse. Ein Programm, das zum Staunen, Stillwerden und Mitmachen einlädt.

 

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J.S. Bach - Köthener Trauermusik

Klagt, Kinder, klagt es aller Welt

Weithin bekannt ist die Tatsache, daß J.S. Bach seine Kompositionen oftmals mehrfach – dem jeweiligen Anlass entsprechend – in unterschiedlichen Textierungen zur Aufführung brachte. Eine interessante Geschichte verbirgt sich hinter der eng mit der Matthäuspasssion verknüpften „Köthener Trauermusik“ zum Tode Fürst Leopolds von Anhalt-Köthen. Obwohl das musikalische Material dieses Gedenkgottesdienstes verschollen ist, wurden schon Anfang des 20.Jahrhunderts auffallende Ähnlichkeiten zwischen dem erhaltenen Textbuch und den Arien der Matthäuspassion festgestellt: Bach schuf für diesen Anlass eine großangelegte Trauerkantate mit 24 Sätzen. teatro del mondo musiziert in achtstimmiger Besetzung die unlängst von Alexander F. Grychtolik erste rekonstruierte Gesamtfassung.

 

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Addio Florida bella

Eine Madrigalkomödie über die Liebe

 

Waren Sie schon einmal verliebt? Dann sind Sie hier richtig! Schon vor der Geburt der Oper um das Jahr 1600 gab es die sogenannte Madrigalkomödie. In Form aufeinanderfolgender mehrstimmiger Gesänge wurde eine heitere Geschichte theatralisch erzählt und dargeboten.

 

Daran anknüpfend präsentiert „ Teatro del mondo“ ein eigenhändig zusammengestelltes Pasticcio mit den schönsten Liedern, Arien und Madrigalen über die Liebe aus Renaissance- und Barockzeit. Traurig, heiter, herzerweichend und verrückt. Unterschiedlichste Komponisten kommen dabei zu Wort: Von Orlando di Lasso bis Hanns Leo Hassler, von John Dowland bis Claudio Monteverdi - in Szene gesetzt von Jürgen Tamchina, dem bedeutenden Regisseur und Frankfurter Regieprofessor.

 

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