ORPHEUS - Songs, Arias & Madrigals from the 17th century

Neuerscheinung Februar 2018

„Vom Wir zum Ich“: Unter dieser Über- schrift lässt sich die wesentliche Veränderung der Musik um 1600 beschreiben. An die Seite der mehrstimmigen kontrapunktisch geprägten Vokalwerke der Renaissance tritt der instrumental begleitete Sologesang des Frühbarock. Bei aller Vielfalt und Variabilität der musikalischen Formen dieser Zeit gibt es doch eine klare Prämisse: Die Unmittelbarkeit des musikalischen Ausdrucks. Folgerichtig entwickelt sich die Gestalt des Orpheus zu einer der wichtigsten Figuren. Der sich selbst mit einer Lyra begleitende Sänger, der seine innersten Gefühle textlich und musikalisch zum Ausdruck bringt und dadurch, eingebettet in die ihn umgebende Natur, Menschen, Tiere, ja selbst Steine rührt und bewegt und aus un- sterblicher Liebe auch vor dem Gang in die Unterwelt nicht zurückschreckt. Eine CD wie ein Gemälde: Orpheus, singend und spielend, inmitten der ihn umgebenden Hirten, Nymphen, Tiere, Bäume und Steine. Und so dürfen auch wir uns dazugesellen und seiner Erzählung lauschen.... 

Napoli galante – Robin Johannsen

Neuerscheinung Februar 2018

Neapel avancierte zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Zentren der Barockmusik in Italien. Charles de Brosses schrieb 1729 bewundernd in seinen „Lettres familières“: „Naples es la capitale du monde musicien.“ 
Verwurzelt im Stile antico, entwickelte sich in Neapel eine neue unerhörte Schreibweise. Leichtfüssig, klar strukturiert, gesanglich, teilweise reich verziert, so begegnen uns die lichten Arien und Concerti im Galanten Stil. 
Viele Komponisten, wie Scarlatti, Propora, Pergolesi und Hasse, erfreuen sich noch heute oder heute wieder großer Berühmtheit. Ebenbürtige Zeitgenossen wie Domenico Sarro und Leonardo Vinci erlangen zunehmend wieder an verdienter Bekanntheit. Andere, wie Cristofaro Caresana, Gaetano Latilla und Domenico Lanzetti, sind weiterhin nur wenigen Liebhabern vertraut und harren ihrer Wiederentdeckung. 
Die berühmte Sopranistin Robin Johannsen präsentiert gemeinsam mit Teatro del mondo ein Programm voller Eleganz, Anmut und Verve.

Mr Handel's musicians

Eine Händeliade in den ersten Dekaden des 18. Jahrhunderts in London. Der musikalische Weltbürger am Cembalo, umringt von Freunden und Kollegen. Es erklingen Werke des berühmten Sachsen. Aber auch Kompositionen aus der Feder seiner nicht minder angesehenen Orchestermusiker erfreuen die Ohren der gespannten Zuhörer. Mal erklingt ein Satz aus einem beliebten Opus, mal die Bearbeitung einer gerade angesagten Opernarie, mal eine frisch komponierte Sonate.

Mr. Handels Musicians, dabei handelt es sich nicht Irgendjemanden: Etliche der gefragtesten europäischen Musiker spielen in den Reihen der Opernkompanie am Haymarket. Die Brüder Castrucci, John Loeillet of London, Johann Ernst Galliard und Giuseppe Sammartini spielen unter seiner Leitung am Kings ́s Theatre und tragen damit zum überwältigenden Erfolg der Händel'schen Werke bei.

Tauchen wir gemeinsam in die Welt dieses einmaligen Orchesters, seiner hochbegabten Musiker und seines eindrucksvollen Maestro ein, seien wir für einen Abend Teil eines der faszinierendsten Kapitel der Musikgeschichte.
Und nun rasch, folgen Sie uns, es beginnt in Kürze.... 

Durch die Nacht, zu den Sternen

Die Nacht als Ruhepol der Seele, Sehnsuchtshort für Verliebte, Hüterin des Geheimnisses von Dunkelheit und Licht, Sinnbild für Verlassenheit, Verzweiflung und Tod ebenso wie für Geborgenheit und Nähe, inspirierte viele Komponisten der Renaissance- und Barockzeit zu beeindruckenden Werken. „The dark is my delight. My music's in the night.“, so reimte einst John Marston. An ihrem dämmerigen Saum beginnen wir unsere Reise durch die Nacht, lauschen dem Gesang der Nachtigall, träumen uns ins Paradies, verzweifeln am harten Herzen der Angebeteten und nehmen trauernd Abschied von der Welt. Doch auf wundersame Weise werden wir von Engeln getröstet und beschwören den neuen Morgen. Am Ende erkennen wir: „Author of light, sun and moon, stars and underlights I see, but all their glorious beams are mists and darkness, beeing compared to thee.“

Die Madrigale, Motetten, Songs und Liedvariationen dieser Aufnahme verbindet die bewundernswerte Schlichtheit ihres akkordisch-homophonen Satzes, nur an besonderen Stellen durchwirkt mit kontrapunktischen Einwürfen. Hackbrett, Cembalo und Orgel gesellen sich unauffällig zu den Stimmen, unterstützen und umspielen die feingliedrigen Melodien. Eine intime Serenade wie vor 400 Jahren.

Lesen Sie hier die fulminante Kritik auf www.klassik.com:

Reise durch die Nacht - teatro del mondo. Kritik von Dirk Weber