Durch die Nacht, zu den Sternen

CD-Neuerscheinung ab Oktober 2015

Die Nacht als Ruhepol der Seele, Sehnsuchtshort für Verliebte, Hüterin des Geheimnisses von Dunkelheit und Licht, Sinnbild für Verlassenheit, Verzweiflung und Tod ebenso wie für Geborgenheit und Nähe, inspirierte viele Komponisten der Renaissance- und Barockzeit zu beeindruckenden Werken. „The dark is my delight. My music's in the night.“, so reimte einst John Marston. An ihrem dämmerigen Saum beginnen wir unsere Reise durch die Nacht, lauschen dem Gesang der Nachtigall, träumen uns ins Paradies, verzweifeln am harten Herzen der Angebeteten und nehmen trauernd Abschied von der Welt. Doch auf wundersame Weise werden wir von Engeln getröstet und beschwören den neuen Morgen. Am Ende erkennen wir: „Author of light, sun and moon, stars and underlights I see, but all their glorious beams are mists and darkness, beeing compared to thee.“

Die Madrigale, Motetten, Songs und Liedvariationen dieser Aufnahme verbindet die bewundernswerte Schlichtheit ihres akkordisch-homophonen Satzes, nur an besonderen Stellen durchwirkt mit kontrapunktischen Einwürfen. Hackbrett, Cembalo und Orgel gesellen sich unauffällig zu den Stimmen, unterstützen und umspielen die feingliedrigen Melodien. Eine intime Serenade wie vor 400 Jahren.

Die CD ist ab sofort im Handel erhältlich.

das ensemble

Andreas Küppers - Cembalo und Leitung

Verena Gropper, Sopran| Julia Diefenbach, Mezzosopran | Jörn Peuser, Altus | Patrick Siegrist, Tenor | Christos Pelekanos, Bass

Kerstin Fahr, Blockflöte/Violine | Dmitry Khakalin, Violine | Margit Übellacker, Hackbrett | Lea Rahel Bader Violoncello/Viola da gamba | Marthe Perl, Viola da gamba, Violone, Lirone | Toshinori Ozaki, Laute/ Gitarre | Jürgen Banholzer, Orgel


Die Musiker von teatro del mondo lernten sich größtenteils einem internationalen Orfeo-Projekt unter der Leitung von Gabriel Garrido, einem der führenden Monteverdi-Spezialisten unserer Zeit, kennen und schätzen. Nach der Gründung des Ensembles folgten zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, die von der Kritik begeistert gefeiert wurden.

Ob als Vokalensemble, mit großer Continuo-Besetzung, oder als Orchester: Teatro del mondo machte schnell von sich reden.
 
Höhepunkte waren Auftritte und Konzertübertragungen beim Rheingau-Musikfestival, beim Mecklenburg- Vorpommern- Musikfestival, beim Festival Rhein- Vokal, beim Beethovenfest Bonn und beim Young Euro Classic-Festival Berlin. Viel Beachtung fanden Aufführungen einer Rekonstruktion von Bachs Köthener Trauermusik in großer Besetzung unter Michael Schneider bei den Frankfurter Domkonzerten, die Zusammenarbeit mit La Stagione Frankfurt bei den Frankfurter Konzerten im Kaisersaal sowie beim Festival Irrsee. Außerdem die von Jürgen Tamchina und Stefan Bastians in Szene gesetzten Madrigalkomödien mit großem Continuo bei diversen Festivals.


Beim Vielklangfestival Tübingen wirkt das Ensemble seit 2013 als „ Orchester in Residence“ und arbeitete u. a. mit Bernhard Forck/ Violine, Gottfried von der Goltz/ Violine, Heidi Gröger/ Viola da gamba, Saskia Fikentscher/ Oboe, Sibylla Rubens/ Sopran und Klaus Mertens/ Bass erfolgreich zusammen.

il gran teatro del mondo

Das große Welttheater - il gran teatro del mondo

 

Die Welt – eine große Bühne. Auf ihr versammelt finden sich vom Bettler bis zum König, vom Kind bis zum Greis, vom Schurken zum Edelmann die buntesten Gestalten, erdacht von Gott – dem Meister des Himmels. Diese Metapher der Welt als Bühne gehört untrennbar zum Selbstverständnis des barocken Menschen. Mitten in diese Epoche - die sich in steter Spannung zwischen Daseinsfreude und Jenseitssehnsucht befindet - fällt das Jahr 1600.
 
Das Ensemble Teatro del mondo hat es sich zur Aufgabe gemacht, die von dieser Zeitenwende ausgehende Barockmusik zum Klingen zu bringen. Begleiten Sie uns auf der spannenden Reise durch eine Zeit, die fern erscheint, deren Musik uns jedoch durch Ihre Expressivität und Emotionalität so nahe ist.

 

„Traumhaft schmolzen die Stimmen ineinander, umspielt und umgarnt von Cembalo, Truhenorgel und Hackbrett. Diese Gesangsleistung als Weltklasse zu bezeichnen, ist nicht übertrieben.“ ALLGÄUER ZEITUNG

„Innere Ausgeglichenheit zeichnet den fein aufeinander abgestimmten Gesang des Madrigalensembles teatro del mondo aus.“ GIESSENER ALLGEMEINE

„Schöne Geschlossenheit, größte Klarheit der Artikulation und perfekte Intonation vereinten sich zu einem Klang, der mit himmlisch nicht zu gut beschrieben ist.“ GIEßENER ANZEIGER

„Die Balance zwischen Text und Musik bringt das Ensemble mit großer Transparenz- auch in heiklen polyphonen Passagen- zur Geltung, wobei trotzdem die einzelnen Stimmfärbungen individuell und reizvoll sind.“ GENERAL-ANZEIGER BONN

„Voll schäumender Virtuosität eröffnete das Ensemble das Konzert. Im wahren Wettbewerb ihres Schlagabtauschs schienen die beiden Solisten die Schwerkraft des Metrums zu überwinden, worin ihnen das Ensemble geschmeidig folgte.“ WIESBADENER KURIER

„Das international besetzte Orchester musizierte mit einer so spontanen Lebendigkeit und beredten Agogik... Genau so wünscht man sich barocke Aufführungspraxis, hingebungsvoll musiziert, synergetisch aufeinander reagierend, mit starkem Affektausdruck.“ SCHWÄBISCHES TAGBLATT

„Vorbildlicher und synergetischer kann ein Instrumentalensemble Gesang kaum begleiten.“ SCHWÄBISCHES TAGBLATT

„Alle Strukturen dieser Musizierkunst stellte das sympathische Ensemble in einer einzigartigen Lebendigkeit vor und demonstrierte damit, wie eine alte Kunstrichtung so die Zuhörer in den Bann ziehen kann.“
FRANKFURTER NEUE PRESSE